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Teilnahme am ILLW 2013 vom Leuchtturm Moritzburg

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Auch dieses Jahr war eine Crew vom S54 am Leuchtturm in Moritzburg. Zunächst der Dank an Frank, DM2FEH, der wieder alle vertraglichen Fragen mit der Parkverwaltung geklärt hat. Damit konnten wir unser gewohntes QTH am Leuchtturm am Freitag, den 16.8., schon am Nachmittag beziehen.

Nachdem wir das OV-Equipment im Transporter von Veiko, DO9TT, verstaut und noch schnell etwas für Leib und Wohl zum Grillabend eingekauft hatten, ging es auf zum Leuchtturm, vorbei an der wunderschönen Moritzburg.

Der Aufbau war dieses Jahr etwas entspannter, da noch früh am Nachmittag und auch dank der Erfahrungen der letzten Jahre.

Das Grillgut ließen wir uns dann bei einer wohlverdienten Flasche Feierabendbier gut schmecken. Am Samstagmorgen gab es, dank Hartmut und Frank, frische Brötchen und ein entspanntes Frühstück in der Morgensonne (während die "Jugend" - sprich Veiko, DO9TT - schon wieder auf 80 m QRV war).
Die Bedingungen waren tagsüber eher "bescheiden". Auf den höheren Bändern, so ab 17 m so gut wie gar nichts. So blieb viel Zeit, uns mit ein paar Antennen-Tests zu beschäftigen. Etwas ungünstig war außerdem, dass der zeitgleich stattfindende RDA-Contest viele ILLWs abschreckte. So blieben die nur WARC-Bänder, speziell das 30-m-Band, verschont, die dank der Ausschreibungsbedingungen des ILLW ja auch nutzbar waren.

Vom Lampenhaus im Leuchtturm wurde wieder eine FD4 zum naheliegenden Baum aufgespannt. Peter, DG0JT, war mit dieser Lösung nicht ganz so zufrieden. Eine Reihe von PSK-QSOs gelangen trotzdem, darunter auch CO, TG9, YB7 oder CN8 ...
In bewährter Art spannten wir vom Leuchtturm einen 13,5 m langen Langdraht schräg zur Mole über 9:1 angepasst und Masse am Blitzableiter. Hier arbeitete Steffen, DM6WAN, vorwiegend in CW. Die Rapporte - außerhalb DL - waren durchschnittlich gut bis sehr gut, auch mit DX (KP3, JA, VK, ...) aber fast ausschließlich in den Nachtstunden und am frühen Morgen auf 30 Meter. Hier kam Steffen schon ein paar Mal ins Schwitzen bei richtig schönem Pileup, speziell, wenn wir ins Cluster gemeldet wurden.

Hartmut, DH9KF, installierte seine 40-m-Bazooka und kam damit ganz gut in SSB 'raus. Vorwiegend DL und, als seine Premiere, auch einige QSOs mit PA, LA, ON und SM in englisch. Prima.

Veiko, DO9TT, hatte wieder das aufwendigste Antennen-Equipment mit. Seinen 18-m-Spieth-Mast mit einer symmetrischen Doppel-Zepp, eine Groundplane für 10 m und einen langen vertikalen Strahler. Der Erfolg blieb, speziell in den Nachtstunden auf 80 Meter, nicht aus. In SSB ein heftiges Pile-up, vorwiegend DL und angrenzende Europa-Stationen. Ein Versuch war es auch, eine Fächer-Antenne aufzubauen. Nach ein paar "statischen" Problemen mit den Masten hing dann diese Flächen-Antenne ganz passabel. Beim Ausmessen mit dem MiniVNA war das Ergebnis aber dann doch nicht so berauschend.

Positiv empfanden wir alle, dass es dieses Jahr fast keinerlei Beeinträchtigungen durch die verschiedenen Anordnungen und Eigenschaften der Antennen gab, so dass wir parallel in SSB, PSK und CW arbeiten konnten. Am Samstag blieb dann auch Zeit für Günter, DG7EE, zusammen und Daniel, DJ4MF, einen 160-m-Langdraht zu testen. Mit etwas Aufwand wurde vom Leuchtturm zur Mole über den See ein solcher mit Fuchskreis gespannt. Das Ergebnis dann doch nicht so berauschend. Beim nächsten Mal klappt's bestimmt.

Am Sonntag war dann viel Betrieb am und im Leuchtturm. Der "Leuchtturmwärter" hatte bei seinen Führungen diesmal etwas mehr zu erzählen. Denn die Funkamateure vom Leuchtturm haben dieses Wochenende den Moritzburger Leuchtturm in der ganzen Welt präsentiert.

Peter wechselte dann seinen Standort wegen der öffentlichen Führungen im Leuchtturm und ging zum klassischen "Tischli"-Funk im Grünen über. Hier gelangen dann auch mit seiner vertikalen Antenne auf 15 m einige schöne PSK-QSOs.

Dank an Frank, DG0FMD, der uns seine Fritzbox mit UMTS-Zugang zur Verfügung stellte. So waren wir auch "online" und konnten u.a. unsere eQSL gleich live verschicken.
Besonders die Möglichkeit, die eigene Präsenz und die QRZ-Seiten unserer Funkpartner zu zeigen, war für viele Besucher toll.
Schön auch die Reaktionen der anderen OPs, die uns Ihre eQSL, oft mit ein paar freundlichen Kommentaren, geschickt hatten.
Zwischenzeitlich sind weit über 150 eQSLs eingetroffen, darunter auch eine Reihe von SWL-Rapporten, die natürlich prompt beantwortet wurden.
Dank Internet war natürlich auch Echolink verfügbar. Lustig die Verbindung mit Peter, DL1GPR, aus Konstanz. Seine ersten Worte: "... oh, da schwätzt ja jemand???" Als wir ihm dann über das ILLW und unsere "Mission" berichteten, war er sehr interessiert, zumal ja auch Konstanz einen richtigen Binnenleuchtturm hat.
Interessant waren die Besuche einer Reihe von OMs aus anderen Ortsverbänden einschließlich vieler Fachsimpeleien und natürlich auch die vielen lustigen Kommentare und Fragen der unzähligen Besucher.
Im Vorfeld hatte Steffen über die Internetseite von ILLW.net verschiedene DX-Stationen zu einem Sked angesprochen. Leider kam es durch die nicht ausreichenden Bedingungen zu keinem Kontakt. Die Reaktionen der DX-OMs ließen aber großes Interesse erkennen. Nächstes Jahr dann vielleicht etwas eher und mit mehreren Ausweichterminen.

Ebenfalls hatten ja auch eine COTA-Aktivität mit dem Fasanenschlösschen angekündigt - eine Resonanz blieb jedoch aus.

Zusammengefasst:

Es kamen weit über 500 QSOs und 47 DXCC-Gebiete zusammen.

Im Einzelnen:

15 m9 QSOs
17 m2 QSOs
20 m69 QSOs
30 m148 QSOs
40 m90 QSOs
80 m192 QSOs
160 m12 QSOs

Verteilt auf folgende Betriebsarten:

275QSOs inSSB
151QSOs inCW
96QSOs inPSK (31, 63, 125, QPSK)

Bei den bescheidenen Ausbreitungsbedingungen tagsüber ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis und etwas mehr als im Vorjahr. Es war wieder ein sehr schönes Erlebnis in unserer Klubgeschichte.
Nach dem ILLW ist vor dem ILLW - also bis zum nächsten Jahr!



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Vielen Dank für den sehr informativen und plastischen Bericht sowie die Fotos an Steffen, DM6WAN.
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